Schmuck Journal

Über die Ausbildung zum Goldschmied / zur Goldschmiedin und was einen erwartet..

Über die Ausbildung zum Goldschmied / zur Goldschmiedin und was einen erwartet..

Inspiriert durch den Beitrag - Mein Praktikum beim Goldschmied - möchte ich etwas zur Berufs-Ausbildung zum Goldschmied / Goldschmiedin schreiben. Der folgende Text richten sich an alle, die den Beruf "Goldschmied" kennen lernen wollen und vielleicht eine Ausbildung zum Goldschmied / Goldschmiedin machen möchten und nach Informationen suchen.
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Der “Krätzwurm” -Käfig

“Krätzwurm” -Käfig
Was aber ist nun ein Krätzwurm? Ich hatte bisher noch nie etwas von einem solchen gelesen geschweige denn gehört gehabt, und das wo ich im Bio-Leistungskurs einer der besten war. Wer von euch kennt die Antwort??
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Diese Anleitung wurde von unserem User jafi erstellt, der sich schon viele Jahre hobbymäßig mit Gold- und Silberschmiedearbeiten beschäftigt. Vor einigen Jahren kam dann noch die Herstellung hochwertiger (Taschen-) Messer hinzu und eben Mokume Gane. Einige seiner schönen Werke könnt Ihr hier sehen.



Da mir Günthers Tutorium zum Damastring so gut gefallen hat, habe ich mal ein paar Fotos gemacht, während ich einen Ring aus Mokume Gane hergestellt habe.


Zuvor habe ich (zum ersten Mal) Shakudo legiert. Zunächst habe ich Kupfer und Gold abgewogen, für ein 4% Shakudo. Ein neuer 'Hessischer Tontiegel' wird vorgewärmt und mit Borax innen glasiert. Dann wird das Kupfer in den Tiegel gefüllt, etwas angewärmt, mit ordentlich Borax bestreut und geschmolzen. Nun gebe ich das Feingold hinzu. Umrühren mit Grafitstab und Ausgißen in einen auf ca. 100°C vorgewärmten von innen berußten Blecheinguß.


       


Als nächstes wird das Shakudo in verd. Schwefelsäure gebeizt um Boraxreste und Oxid zu entfernen und etwas (kalt) ausgeschmiedet und anschließend gewalzt. Häufiges Zwischenglühen ist wichtig! Als zweites Metall soll hier Feinsilber genommen werden, um den Kontrast zu maximieren. Ich habe eine 'Gedenkmünze' aus Feinsilber genommen, die bekommt man häufig für ziemlich genau Silberpreis, ohne Mindermengenaufschläge, Handlinggebühren etc. zu bezahlen, wie sie Scheideanstalten verlangen. Die Münze wird ebenfalls ausgewalzt, zur gewünschten Dicke. Ich habe die Bleche hier auf 0.7mm ausgewalzt.

         


Die Bleche werden zugeschnitten, gereinigt und gestapelt. Ich schneide einfach mit einer scharfen Blechschere und reinige indem ich mit Schwefelsäure Beize, mit Stahlwolle kratze und mit Aceton entfette. Da ich noch nie Shakudo gemacht habe und etwas unsicher war, wie gut die Legierung gelungen ist und wie sie sich im Mokume verhält, habe ich zunächst einen winzigen Barren von ca. 10mm x 25mm gemacht. Fünf Schichten Shakudo, sechs Schichten Feinsilber Da es flott gehen sollte, habe ich einfach mit der offenen Flamme gebrannt, was bei so kleinen Barren kein Problem ist. Speziell, da die Schmelztemperaturen von Feinsilber und Shakudo sehr weit über der des Ag/Cu Eutektikums liegen. Etwas 'Umbauung' um die Wärme zu halten ist jedoch sinnvoll. Nachdem der Barren nicht mehr glüht, mit einigen Hammerschlägen auf die Zwinge leicht abflachen. Dadurch kann er entnommen werden, ohne die Schrauben lösen zu müssen. Abschrecken tue ich das Material in diesem Zustand nicht, es reißt sonst leicht.

     


Nach leichtem Durchschmieden des Barrens werden die Kanten angeschliffen. Dann habe ich den Barren geteilt. Es sollte gerade genug für zwei Ringe sein. Die Kanten werden großzügig mit Flußmittel bestrichen und mit Silberlot überzogen. Ich habe diesen Schritt auch schonmal weggelassen, er ist nicht unbedingt nötig. Sollten jedoch irgendwann später Risse auftauchen, kann man einfach beizen, etwas Flußmittel auftragen und erhitzen. Das Lot fließt dann in den Riß. Mit häufigem Zwischenglühen wird jetzt tordiert. Hier rächt sich, dass ich so geizig war und kaum genug Material zum Spannen übriggelassen habe...

     


Nach dem Tordieren wird das Stück Material auf quadratischen Querschnitt geschmiedet. Es werden zwei kleine Bohrungen auf der Mittellinie angebracht und dazwischen aufgesägt. Aufgespreizt wird zunächst mit kleinen Dornen, dann mit Zangen.

   


Sobald der Ring weit genug aufgespreizt ist, wird begonnen ihn auf dem Ringriegel rund zu schmieden. Ist er richtig rund, ziehe ich ihn zunächst auf einer mit Schleifleinen bezogenen Granitplatte auf beiden Seiten ab. Innen und Außen Schleifen und schon sieht das Ganze nach einem Ring aus!

 


Da Kupferlegierungen die Finger verfärben, bekommt der Ring einen Innenring aus Feinsilber. Das hat zwar den Nachteil, dass das Mokume Muster auf der Innenseite nicht mehr zu sehen ist, aber was will man machen (wenn man es sich nicht leisten kann, z.B. Gold und Palladium zu benutzen...) Es wird also ein genau passender Ring aus Feinsilberblech in den Mokume Ring eingesetzt. Der Feinsilberring wird eingelötet. Dannach benutze ich zwei große Kugelpunzen, um den Innenring gleichmäßig etwas umzubördeln. Eng angelegt wird die Kante dann auf dem Bretteisen mit einem Planierhammer.

     


Obwohl die Fuge nun bereits praktisch nicht mehr sichtbar ist, habe ich noch etwas Lot nachfließen lassen. Dannach habe ich die Außenseite des Ringes etwas Konvex gefeilt und verschliffen. Zunächst hatte ich den Ring auf Hochglanz poliert, aber dann wieder mit 1200er Papier mattiert, sah besser aus. Patiniert habe ich in einer warmen, verdünnten Ammoniaklösung mit etwas Tafelsalz darin. Fertig!!!

   



Zum zweiten Mokume Gane Tutorial

> Mokume Gane im Schmucklexikon


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