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Rheines Gold

2008-05-04 21:37

Rheines Gold

SCHON IN RICHARD WAGNERS OPER „DAS RHEINGOLD“* WAR VON DIESEM SCHATZ
DIE REDE: RHEINGOLD – SEIT EWIGKEITEN BESCHÜTZT UND BEHÜTET DURCH
DIE RHEINTÖCHER. NUN ENDLICH TRITT ER WIEDER ZUM VORSCHEIN.



WUSSTEN SIE DAS? Fast alle europäischen Flüsse führen Spuren von Gold mit sich. Auch auf den Geröllbänken des Hoch- und Oberrheins finden sich geringe Mengen, insbesondere in Form von Goldflitter. Seinen Ursprung hat dieses Gold aus dem Rhein in den nördlichen Schweizer Alpen. Vor langer Zeit setzte sich dort goldhaltiges Geröll in Bewegung und wurde von Bächen mitgeschwemmt, die das Gold in die Aare trugen. Mit der Aare floss das edle Metall in den Rhein, immer weiter, bis es sich in dessen Windungen niederließ. Bereits in frühester Zeit wurde dieses Rheingold abgebaut. Auch entstanden damit Schmückstücke; 1811 sogar Teile eines Toilettenservices für Stéphanie de Beauharnais, Napoleons Adoptivtochter (zu besichtigen im Badischen Landesmuseum Karlsruhe). Nach der Rheinbegradigung zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden die alten Lagerstätten unter den Erdmassen begraben und gerieten in Vergessenheit.

SPEZIELLES ABBAUVERFAHREN
Nun kommt das „Aurum rhenanum“, das Gold aus dem Rhein, nach 10jähriger Pionierarbeit wieder an die Oberfläche. Wissenschaftler der Universität Aachen haben ein Verfahren entwickelt, um das edle Metall von Sand und Schwermineralien abzusondern. Es wird allerdings nur in kleinsten Mengen abgebaut. Ein Sand- und Kieswerk gewinnt das Rheingold mit Hilfe einer hochmodernen, industriellen Anlage aus dem Rheinkies in der Oberrheinebene. Bislang war Rheingold nur in geringen und nicht planbaren Mengen von Hobbygoldwäschern erhältlich, oft auch von zweifelhafter Herkunft. Die jetzige Aufbereitung erfolgt in einem komplett mechanischen Verfahren und daher ohne den Einsatz von umweltschädlichen Reagenzien mit einem einwandfreien Herkunftsnachweis. Die Umweltfreundlichkeit des Verfahrens ist in allen Aufbereitungsstufen belegbar und wird in einer Zertifizierungsurkunde durch die RWTH Aachen beschrieben.Das Gold weist einen Feingehalt von 922 bis 924 auf und ist von Natur aus nur mit etwas Silber vermengt. Seit Anfang des Jahres nun ist das so gewonnene Rheingold im Handel und wird von ausgewählten Goldschmieden verarbeitet.


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ARBEITEN MIT RHEINGOLD
Bereits in unserer letzten Ausgabe des Schmuck Magazins berichteten wir über die Arbeit von Petra Hoch- Dosch. Seit Anfang diesen Jahres bezieht die Künstlerinauch geringe Mengen von Rheingold und verarbeitet esin ihrem Atelier zu außergewöhnlichen Schmuckstücken, immer darauf bedacht, den Fundort des Goldes in ihre Stücke mit einfließen zu lassen. Auch das Atelier Gold und Form von Freia und Martin Scheerer in Meersburg arbeitet u.a. mit diesem Gold. Das edle Metall bearbeitet die Goldschmiedin Freia Scheerer vorzugsweise mit anderen Materialien aus Deutschland wie Silbererz, Eisenerz oder Rheinkiesel, und belässt das Gold am liebsten als Nugget, um der besonderen Herkunft gerecht zu werden. f
Infos: www.atelier-dosch.de/www.goldundform.net



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